Große
Übung am 31.10.2001 in Ebenhausen -
Detaillierte Auswertung und Hinweise
Aus: Saale-Zeitung,
02.11. 2001
'Schwerer Unfall in der
Bahnunterführung in Ebenhausen, mehrere
Fahrzeuge verwickelt, vermutlich Schwerverletzte.' - Dieses Szenario
ist zu einer Übung in Ebenhausen gestellt worden. Mehrere
Feuerwehren und Rettungsdienste rückten aus.
Wegen des schlechten Wetters wurde
der Einsatzort kurzfristig von der neuen Autobahnbrücke an der
B
19 an die Bahnunterführung am Ortseingang von Ebenhausen
verlegt.
Alarmiert wurden zum einen die Wehren aus Oerlenbach, Ebenhausen,
Poppenhausen, Pfersdorf und Hambach, dazu Notärzte, Rotes
Kreuz
und Schnelleinsatzgruppen. Recht schnell waren die Gruppen zur Stelle,
um unter schweren Bedingungen Hilfe zu leisten.
Kreisbrandinspektor Peter Hauke lobte das Vorgehen der Rettungsdienste.
Das Miteinander über Gemeinde- und Landkreisgrenzen hinaus
habe
bestens geklappt. Die Situation, die 1. Kommandant Reiner Kuhn
(Oerlenbach) darlegte, sei als
größtmöglicher Unfall
perfekt inszeniert worden. Dank ging an das Abschleppunternehmen H.
Hofmann, das die Altautos hingebracht hatte und später wieder
abtransportierte.
Im Einsatz waren neben den Feuerwehrleuten zwei Notärzte und
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Helfer sowie die Schnelleinsatzgruppen aus Schweinfurt und Bad
Kissingen. Hauke betonte, dass die Eigensicherung stets zu beachten
ist. Er rief dazu auf, die Unfallverhütung ebenso im Auge zu
behalten. Qualm müsse als Hinweis auf mögliche
giftige Stoffe
gewertet werden, so Hauke. Eine Situation wie diese erfordere deshalb
ein abwägendes Vorgehen, die Hilfskräfte
hätten richtig
gehandelt, so Hauke. Auch die weiträumige Absperrung habe gut
geklappt.
Der Notarzt Dr.
Helmerich ging auf die Versorgung der Verletzten ein. Schonendes
Vorgehen sei unerlässlich, um weitere Schädigungen zu
vermeiden, sagte er. Die Entscheidung liege beim Notarzt, der die
medizinische Erstversorgung vornimmt. Die Befreiung aus der Notlage
stehe an zweiter Stelle. Zugleich gelte es, Verletzte aus dem
unmittelbaren Gefahrenbereich zu bergen. Diese Grundsätze habe
man
bei der Übung beachtet. Bürgermeister Siegfried
Erhard
betonte, dass nur ständiges Training richtiges Handeln im
Notfall
garantiere. Er dankte den Helfern von Feuerwehr und Rettungsdienst, sie
leisteten einen unverzichtbaren Dienst an der Allgemeinheit.