Feuerwehrleute der
Großgemeinde Oerlenbach schnitten bei Übung gut ab
Aus: Saale-Zeitung,
Samstag, 28.09.2002
'Starke
Rauchentwicklung im Küchenbereich - mehrere Personen
eingeschlossen'. So lautete die Meldung bei einer Übung der
vier
Feuerwehren der Großgemeinde Oerlenbach am 26.09.2002 in
Ebenhausen. Unterstützung erhielten sie vom
Arbeiter-Samariter-Bund Schweinfurt. Die Feuerwehrführung fand
für die Großübung große
Anerkennung.
Angenommener
Katastrophenort war das Gasthaus 'Zum Hirschen' in Ebenhausen. Dort
sollte in der Küche ein Brand mit starker Rauchbildung
ausgebrochen sein. Rasch nach der Alarmierung waren die Wehren am
Unglücksort, zuerst die Ebenhäuser. Den Einsatz
leitete 1.
Kommandant Manfred Schubert, der den einzelnen Wehren ihre Aufgaben
übertrug.
Die Ebenhäuser
Wehr übernahm die Eindämmung der Rauchentwicklung,
wenig
später unterstützt von Eltingshausen und
Rottershausen. Die
Oerlenbacher sollten - unterstützt von Rottershausen -
vorrangig
die eingeschlossenen verletzten Personen retten. Dabei kamen
Atemschutzträger mit Überwachung und Leitern zum
Einsatz. Die
Feuerwehrleute mussten nämlich über Balkone in das
Haus
einsteigen, nachdem Rauch das Treppenhaus unpassierbar gemacht hatte.
Mit einbezogen war
auch der Arbeiter-Samariter-Bund des Kreisverbandes Schweinfurt.
Schließlich mussten verletzte Personen versorgt werden. Mit
Führungsfahrzeug, Rettungswagen, Krankenwagen und zwei
Vier-Trage-Wagen waren insgesamt 10 Helfer im Einsatz, um die sieben
verletzten Personen sowie zwei Feuerwehrleute, die Rauchvergiftungen
erlitten hatten, zu betreuen.
Kreisbrandmeister
Edwin Frey zeigte sich begeistert, wie rasch und sicher die
Übung
ablief. Der örtliche Kommandant übertrug die weiteren
Schritte an Abschnittsleiter, die wiederum selbständig die
weiteren Schritte einleiten mussten. Damit hatte Manfred Schubert den
Kopf frei, um weitere eventuell nötige Maßnahmen
einzuleiten: Wie zum Beispiel weitere Einsatzkräfte rufen.
Bestens
klappten die Rückmeldungen, so dass gerade auch die Rettung
der
angenommenen Verletzten garantiert war. Eine besondere Aufgabe bestand
darin, eine Person, die einen offenen Unterschenkelbruch erlitten
hatte, auf einer Bahre über eine Leiter abzuseilen.
Anerkennung zollte
Kreisbrandinspektor Albrecht Kiesel. Das Motto der
diesjährigen
Brandschutzwoche lautete 'Rettung rund um die Uhr: Wir werden aus den
süßesten Träumen geweckt, um
Albträume zu
erleben'. Die Übung erhielt durch die Enge des Zuganges zur
Küche und die Rettung aus dem Obergeschoss ihre besondere
Herausforderung. Der Test lief prima und verdeutlichte, dass es im
Ernstfall viel zu tun gibt. Deshalb müsse immer weiter
trainiert
werden, um in der Not qualifizierte Hilfe leisten zu können.
Aufmerksamer
Beobachter war auch Bürgermeister Siegfried Erhard. Er dankte
den
über 50 Feuerwehrleuten und dem Samariter-Dienst. Die Gemeinde
stelle das Gerätepotential bereit, damit die
äußeren
Voraussetzungen zur Hilfe garantiert sind. Im Ernstfall müsse
dann
jeder Handgriff der Feuerwehrleute sitzen: Damit sie auch unter Stress
das Richtige tun. Darauf könne man setzen, wie die
Übung
eindrucksvoll bewies. Als kleines Dankeszeichen spendierte die Gemeinde
zum Abschluss eine Brotzeit.