Feuerwehr-Kommandant Sebastian Wetzel will
seine gut aufgestellte Wehr übergeben
Jahreshauptversammlung am 06.01.2012
Quelle:
www.mainpost.de, Bereich Lkr.
Bad Kissingen, Bericht: ge
Die Feuerwehr
Ebenhausen hat
alle Herausforderungen gemeistert und mit einer erfolgreichen
Jugendarbeit die
Weichen für die Zukunft gestellt. Einen Nachfolger
für ihren Kommandanten
Sebastian Wetzel und dessen Stellvertreter Jens Ziegler aber wurde bei
der
Jahresversammlung nicht gefunden. In den nächsten drei Monaten
soll nun ein
neuer Anlauf genommen werden. Bis dahin bleibt das Gespann jedoch im
Amt.
Von den
46 Aktiven sind 21 als
Atemschutzträger ausgebildet, blickte Wetzel auf das
vergangene Jahr zurück.
Zudem dürfen sieben Chemikalienschutzanzüge tragen,
17 Kräfte haben die
Maschinistenqualifikation und elf beherrschen den Sprechfunk.
Zu drei
Bränden und sieben
technischen Hilfeleistungen wurde die Wehr im vergangenen Jahr gerufen.
Dabei
kamen 221 Einsatzstunden zusammen. Hinzu kamen 42 Übungen,
darunter Tests im
Atemschutzzentrum Oberthulba, im Brandcontainer in Schweinfurt und
Oerlenbach
sowie zwei Großübungen.
Lehrgänge absolvierten
Jens Ziegler,
Kai Niedergesäß und Manfred Schubert zu
Einsatztaktik, Daniel Dees, Bastian
Lutz und Florian Zwirlein als Maschinisten sowie Lukas Hannwacker als
Gruppenführer.
Nach sechs
Jahren als Kommandant
zog Wetzel eine persönliche Bilanz. Kai
Niedergesäß und Marius Krehan hätten
die Nachwuchsarbeit überaus erfolgreich forciert und 26
Jugendliche
ausgebildet. Zwölf von ihnen stießen inzwischen zu
den Aktiven. Die
überörtliche Zusammenarbeit über Gemeinde-
und Landkreisgrenze hinweg sei sehr
gut angelaufen.
Sorgen bereiten
dem Kommandanten
der technische Zustand des 39 Jahre alten Gerätewagens und die
Fahrzeughalle.
Die Gemeinde habe neue Tore und Fenster eingebaut, eine Heizung fehle,
um im
Winter Akkus und elektronische Geräte besser zu
schützen. Die Anforderungen
würden immer höher.
Als Spitzen
im
Paragrafendschungel nannte Wetzel, dass seit 2009 sämtliche
Wasserentnahmen aus
öffentlichen Gewässern vorher schriftlich beim
Wasserwirtschaftsamt beantragt
werden müssten. Ebenso sei nach jedem Einsatz eine
Druckprüfung des
Schlauchmaterials vorzunehmen. 'An meinen Nachfolger kann ich eine gut
aufgestellte, bestens ausgerüstete und hervorragend
ausgebildete und motivierte
Mannschaft übergeben', bilanzierte er.
Den Jugendbericht
verlas Ariane
Meißner: Bei einer Übung belegten alle Teilnehmer
den fachgerechten Umgang mit
dem Feuerwehrfunk. Bei der Flursäuberung machten 18 Helfer
mit. Auf
Großgemeindeebene meisterte der Nachwuchs ein
Unglücksszenario am Bauhof. Beim
Wissenstest in Nüdlingen zum Thema Unfallverhütung
erwarben Julia und Katja
Schreiner sowie Jonas Huth das Abzeichen in Bronze, Adrian Bausewein,
Christoph
Jung, Fabio Schendel und Simon Schubert in Silber und Ariane
Meißner die
Höchststufe. 22 Mal trafen sich die Jugendlichen zu
Übungen. Neu zur Gruppe
stießen Jonas Huth und Rico Leipold. Elisabeth Greubel,
Ariane Meißner und Marc
Schendel wechselten zu den Aktiven. So zählt der Nachwuchs
aktuell 14 Kräfte.
'Macht weiter
so!', zollte
Bürgermeister Siegfried Erhard der Feuerwehr sein
uneingeschränktes Lob. Die
Gemeinde stelle für die Ausrüstung jährlich
80 000 Euro zur Verfügung, führte
er aus. In den vergangenen zehn Jahren seien 178 neue
Schläuche angeschafft worden.
Auch Kreisbrandinspektor
Edwin
Frey (Nüdlingen) würdigte die Ebenhäuser
Wehr. Diese stehe prima da, sagte er.
'Eine solch aktive Jugendarbeit ist selten zu finden.'